
Am 30. Dezember 2002 wurde ich im KJHZ aufgenommen. Am Anfang dachte ich, dass ich hier niemals glücklich werden könnte. Doch das änderte sich schnell, da die Erzieher sowie die Kinder und Jugendlichen des Hauses freundlich und vertrauensvoll waren.
Ich fand schnell Anschluss und Freunde. Ich fand meinen Lebensmut wieder, dabei halfen mir die Erzieher der Gruppe sehr. Da es auch mit den schulischen Leistungen und der Verselbständigung schnell voran ging, konnte und durfte ich am 1. November 2003 in den Verselbständigungsbereich wechseln. Auch dort fühlte ich mich sehr wohl und geborgen. Ich lernte eigenständig mit meinen Geldern umzugehen und mit meinen sonstigen Haushaltsaufgaben fertig zu werden. So konnte ich dann am 15. Juni 2004 in das Betreute Wohnen in Staßfurt ziehen. Hier wurde es so langsam aber sicher immer ernster mit der Verselbständigung. Durch das betreute Wohnen habe ich gelernt, meine Ämterwege selbst zu erledigen, mit meinem Geld über den Monat zu kommen und meine Stellung und Meinung zu vertreten.
Ich wurde hier auf mein Leben vorbereitet und freue mich nun auf meine Wohnung, die ich am 1. Juli 2006 beziehen werden.
Dann kann ich allen zeigen, dass ich das, was ich die ganzen Jahre gelernt habe, auch anwenden kann. Ich bin froh, dass ich in dieser Einrichtung leben durfte, weil ohne Hilfe hätte ich mein Leben niemals so meistern können. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen, die mich unterstützt haben, bedanken und hoffe, dass ich bei einigen Leuten in Erinnerung bleibe.
Bianca, 18 Jahre
Hallo, ich bin Sabrina!
Ich bin hier, weil ich Probleme mit meiner damaligen Schule hatte. Das ging soweit, dass ich fast jeden Morgen mit Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Übelkeit aufgewacht bin und nicht zur Schule ging. Dadurch wurde ich depressiv. Durch diese ständigen Probleme gab es zu Hause große Konflikte, deshalb suchten wir Hilfe beim Jugendamt.
So kam ich dann ins Kinder- und Jugendhilfezentrum. Nach einer kurzen Angstphase habe ich mich doch hier ziemlich
schnell eingelebt. Dank meiner Klasse und den Lehrern fand ich auch in der Schule schnell Kontakt.
Besonders gut finde ich die vielen gemeinsamen Aktivitäten, z.B. das gemeinsame Grillen, die Ferienfahrten u.a..
Auch dass man mit den Betreuern und der Gruppe offen über alles reden kann, finde ich gut. Was ich nicht so gut finde, sind Konflikte in der Gruppe. Diese Konflikte versuchen wir dann gemeinsam zu lösen.
Ich habe viel gelernt, z.B. selbstständiger zu sein, Konflikte zu bewältigen, dass Schule wichtig ist und Verantwortung
zu übernehmen. Ich bin froh, dass ich meine Schule hier erfolgreich beenden kann. Ich bin dankbar, dass es Einrichtungen wie diese gibt, weil sie Kindern und Jugendlichen wie mir helfen und eine zweite Chance geben.
Ich habe im ein zweites Zuhause gefunden.
Sabrina, 16 Jahre