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  • KJHZ Groß Börnecke

Offene Gespräche über „Tabu-Themen

Oft wird nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Kindern und Jugendlichen fällt es meist schwer, dieses doch so wichtige Thema offen anzusprechen und sich mit Fragen an Erwachsene zu wenden. Trotz der teilweisen Scham und Unsicherheit, die mit diesem Thema verbunden sind, ist es essenziell, dass bereits im Kindesalter ein offener Umgang damit gepflegt wird. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, organisierten wir für die Kinder und Jugendlichen unserer Wohngruppen im Seeland einen Workshop zur Sexualerziehung. Die Teilnehmenden wurden entsprechend ihrer Altersgruppe in verschiedene Gruppen eingeteilt.

Bei den jüngeren Teilnehmern des Workshops zur Sexualerziehung legten die pädagogischen Mitarbeiter besonderen Wert auf die Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine gesunde Entwicklung in der Kindheit entscheidend sind. Ein zentrales Thema war die Körperhygiene, wobei sie auf die Bedeutung der persönlichen Pflege eingingen, um Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern. Die Kinder lernten, wie wichtig es ist, regelmäßig zu duschen, Zähne zu putzen und saubere Kleidung zu tragen, insbesondere vor dem Hintergrund der körperlichen Veränderungen, die sie im Laufe ihres Wachstums erleben werden.

Darüber hinaus öffnete man gemeinsam einen Dialog über die körperlichen und seelischen Veränderungen während der Pubertät, ein Prozess, der für viele junge Menschen mit Unsicherheit und Neugier verbunden ist. Erklärt wurden die verschiedenen Aspekte der Pubertät, wie den Wachstumsschub, die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale und die Veränderungen der Gefühlswelt. Ziel war es, ein Verständnis dafür zu schaffen, dass diese Veränderungen ein natürlicher und normaler Teil des Heranwachsens sind.

Die älteren Teilnehmer hingegen beschäftigten sich mit Fragen rund um Beziehungen. Im Dialog mit den Jugendlichen wurde erörtert, was eine „gesunde“ Beziehung ausmacht und wie man toxische Beziehungen erkennt. Besonders bei den Mädchen kristallisierte sich heraus, dass Vertrauen in einer Beziehung von zentraler Bedeutung ist.

Durch altersgerechte Erklärungen und die Verwendung von leicht verständlichen Materialien wollten die pädagogischen Mitarbeiter sicherstellen, dass jedes Kind die Informationen aufnehmen und verstehen konnte. Durch den Einsatz von Bewegungsspielen, humorvollen Experimenten und anschaulichen Plakaten gelang es, das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu wecken. Im Laufe des Workshops überwanden sie ihre anfängliche Scheu und begannen, offen über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen.

Sexualpädagogische Workshops sind ein integraler Bestandteil des Programms unserer Mitarbeiter und finden regelmäßig in unseren Wohngruppen statt.



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