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Digitale Werkzeuge für die tägliche Arbeit von Erzieher*innen und Pädagog*innen

Vor mehr als einem Jahrzehnt haben wir an den Standorten des Kinder- und Jugendhilfezentrums Groß Börnecke (KJHZ) damit begonnen, die Prozesse der täglichen Arbeit der Erzieher*Innen, Pädagog*innen und Psycholog*innen digital zu erfassen und zu analysieren. Diesen Schatz an wertvollen Erfahrungen unserer engagierten Mitarbeiter*innen stellen wir nun Schritt für Schritt interessierten Kolleg*innen und Einrichtungen zu Verfügung. Erster Schritt ist die Veröffentlichung einer App und einiger nützlicher Checklisten.

Die Nutzung der App, die Nutzung, das Kopieren und Weiterreichen der Checklisten ist nicht nur kostenfrei, sondern ausdrücklich erwünscht. Den Nutzer*innen erwachsen daraus keinerlei Verpflichtungen.

Was uns antreibt, ist das Bestreben, praxiserprobte, einfache und für die tägliche Erziehungs- und Betreuungsarbeit nützliche Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.

Smartphone-Bildschirm

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. 

Galileo Galilei

Die EinarbeitungsAPP

Diese einfach zu bedienende, sich selbsterklärende App ermöglicht ein strukturiertes und systematisches Einarbeiten neuer MitarbeiterInnen in den Erziehungsprozess. Ziel ist es, zügig und effizient die Aufgaben als ErziehrIn zu erlernen und anwenden zu können. Die App bietet dafür nützliche und übersichtlich strukturierte Informationen im Smartphone-Format.

Einarbeitungsapp KJHZ Groß Börnecke
Einarbeitungsapp KJHZ Groß Börnecke
Einarbeitungsapp KJHZ Groß Börnecke

Hier direkt herunterladen:

App Store
Google Playstore

Installationsanleitung EinarbeitungsApp

  • Smartphones und Tablets
    Die EinarbeitungsApp kann frei und kostenlos über den Apple App Store und Google Play Store auf mobile Endgeräte heruntergeladen werden. Sie ist sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets lauffähig. Sie ist mit folgenden Betriebssystemen kompatibel: iOS ab Version iOS 10 und aufwärts, Android ab Version Android 4.4 „KitKat“ und aufwärts. Für die Nutzung der App ist eine Internet-Verbindung erforderlich.
  • Mac und Windows
    Die EinarbeitungsApp ist auch als Desktop-Version für Standrechner und Laptops verfügbar. Sie ist mit folgenden Betriebssystemen kompatibel: macOS ab macOS Catalina 10.15 und aufwärts und Microsoft Windows ab Version Windows 7 und aufwärts. Für die Nutzung der App ist eine Internet-Verbindung erforderlich. Laden Sie dazu die jeweilige Version für Mac oder für Windows herunter. Laden Sie dazu die jeweilige Version für Mac oder für Windows herunter. Anmerkung: der jeweilige Projektordner ist als .zip-Datei vorhanden. Entpacken Sie die .zip-Datei, um den Ordner mit der ausführbaren Datei zu erhalten.
  • Speziell für Mac
    Wenn Sie die EinarbeitungsApp herunterladen, wird diese zunächst vom Betriebssystem blockiert, da sie die Datei nicht direkt von Apple bezogen haben. (Woran genau dies liegt, können Sie hier nachlesen: https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mh40616/mac). Um die App nutzen zu können, gehen Sie folgendermaßen vor: Versuchen Sie einmal, die heruntergeladene App zu starten. Es wird eine Fehlermeldung angezeigt. Klicken Sie anschließend auf  / „Systemeinstellungen“ / „Sicherheit“ / „Allgemein“. (Falls Sie Ihr System auf Englisch gestellt ist, klicken Sie stattdessen:  / „System Preferences“ / „Security & Privacy“ / „General“). Dort wird die EinarbeitungsApp angezeigt, die Sie soeben zu öffnen versucht haben. Klicken Sie auf die Taste „Dennoch öffnen“. Anmerkung: sie wird dort etwa eine Stunde lang angezeigt, Sie müssen sich also nicht beeilen! Bestätigen Sie, dass Sie die App starten möchten. Fortan können Sie die App frei nutzen wie jede andere App!
  • Speziell für Windows
    In dem Ordner ist u.a. je eine ausführbare Programm-Datei vorhanden, über welche die EinarbeitungsApp gestartet werden kann. Diese Datei kann auch z.B. für eine Desktop-Verknüpfung referenziert werden (beispielsweise, indem Sie die Datei per Rechtsklick anklicken und dann auswählen: Senden an → Desktop (Verknüpfung erstellen).
  • Sich als Anwender registrieren
    In der EinarbeitungsApp können Anwender sich mit einem bestehenden Account anmelden oder einen neuen Account registrieren. Um sich entsprechend zu registrieren, muss ein individuelles Passwort vergeben und eine E-Mail-Adresse angegeben werden. An die angegebene E-Mail-Adresse wird bei der Registrierung automatisch ein Bestätigungs-Link geschickt, über den dann der neue Account aktiviert werden kann.
  • Sich als Mitarbeiter des KJHZ eintragen
    Wenn Sie die App starten, können Sie sich einen Account anlegen. Um sich als anschließend als Mitarbeiter des KJHZ zu registrieren, müssen Sie das gültige Einrichtungskennzeichen und den gültigen Registrierungsschlüssel eingeben. Um das entsprechende Menü aufzurufen, in dem beides eingegeben werden kann, muss man auf das „i“ rechts oben in der Kopfleiste der App klicken. Einrichtungskennzeichen und Registrierungsschlüssel erhalten Sie von Ihren Vorgesetzten! Halten Sie beides geheim und geben Sie die Codes nicht an Dritte weiter.
  • Seit wann gibt es das KJHZ?
    Das KJHZ in seiner jetzigen Form gibt es seit 1996. Es ist aus dem DDR-Kreiskinderheim „Liselotte Herrmann“ hervorgegangen.
  • Wie viele Kinder betreut das KJHZ?
    Wir bieten 75 Plätze im stationären Bereich (Wohngruppen), zehn Plätze im teilstationären (Tagesgruppe) und betreuen 50 Familien im ambulanten Bereich (flexible Hilfen). Sie alle können sich von unserem eigenen Psychologenteam beraten lassen.
  • Wie viele Menschen arbeiten im KJHZ und wie sind sie ausgebildet?
    Mehr als 80 Menschen arbeiten im Kinder- und Jugendhilfezentrum. Sie haben die unterschiedlichsten Ausbildungen, z.B. ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, HeilpädagogInnen, HeilerziehungspflegerInnen, KrankenpflegerInnen, PsychologInnen oder ErgotherapeutInnen.
  • Was verdienen die Beschäftigten des KJHZ?
    Alle MitarbeiterInnen werden gerecht und leistungsgerecht entlohnt. Die Gehälter orientieren sich dabei an dem öffentlichen Tarif. Unsere Beschäftigten bekommen Urlaubsgeld, Warengutscheine, Jahresprämie und monatliche Leistungszulagen. Bis 2025 wollen wir unseren MitarbeiterInnen ein Gehalt bieten, das zehn Prozent über dem Branchendurchschnitt liegt. Das erreichen wir, indem wir unserer Kapazitäten gut auslasten, gesunde Teams haben und exzellente Erziehungsleistungen anbieten. Um unsere finanzielle Attraktivität nach außen zu zeigen, haben wir 2020 begonnen, unser Vergütungssystem nach den Parametern „Fair Compensation“ des internationalen Forschungs- und Beratungsinstituts „Great Place to Work“ zu zertifizieren. https://www.greatplacetowork.de/zertifizierung/fair-compensation-lohngerechtigkeit/
  • Wie lang ist die wöchentliche Arbeitszeit am KJHZ?
    Wir arbeiten nach dem Jahresarbeitszeitmodell – dessen Basis eine Vollzeitstelle mit einer 40-Stunden-Woche ist. Während der Schulzeit unterteilen wir die Dienste in den Wohngruppen in der Regel in drei Schichten: Dienst 1 arbeitet von 12 bis 20 Uhr, Dienst 2 von 14 Uhr bis 22 Uhr und der Nachtdienst von 22 bis 8 Uhr. Am Wochenende wird tagsüber von 8 bis 20 Uhr gearbeitet und dann übernimmt der Nachtdienst.
  • Wie sieht der Tagesablauf im KJHZ aus?
    Der Tag in den Wohngruppen läuft wie in jeder Familie ab: Aufstehen, Duschen, Frühstücken und ab zur Schule. Nachmittags werden Hausaufgaben gemacht. Die Freizeit füllen wir mit unseren pädagogischen Wochenplan sinnvoll aus. Z.B Gärtnern, Sportverein, Zeichnen, Fitness etc.
  • Was bedeutet Inobhutnahme?
    Inobhutnahmen sind im Paragraph 42 des SGB VIII geregelt. Kommt ein Kind in eine Notsituation, muss das Jugendamt tätig werden und das Kind aus dem Milieu herausnehmen. Grund dafür können z.B. Vernachlässigung oder Misshandlungen sein.
  • Was heißt Beurlaubung?
    Alle unsere Kinder und Jugendlichen haben Eltern oder Familien. Wir streben an, dass jedes Kind alle zwei Wochen nach Hause fahren kann. Das nennen wir Beurlaubung. Uns ist es besonders wichtig, den Kontakt zu den Eltern aufrechtzuerhalten und neue Perspektiven im Umgang zu ermöglichen. Ergänzend zu den Beurlaubungen führen wir Elterntage und Elternseminare durch.
  • Was machen die flexiblen Hilfen?
    Bei unseren ambulanten Hilfen gehen die KollegInnen in das familiäre Milieu und beraten die Familien nach einem standardisierten Beratungsplan, damit sie ihr Leben und die damit verbunden Herausforderungen selbst besser meistern können.
  • Was macht die Tagesgruppe?
    In der Tagesgruppe werden Kinder betreut, bei denen die familiären Beziehungen tragfähig sind und die Eltern eine Mitwirkungsbereitschaft zeigen. Die Grundversorgung des Kindes findet im familiären Milieu statt. Praktisch heißt das, wir holen die Kinder mit unserem Fahrdienst von der Schule ab. Wir übernehmen die Hausaufgabenbetreuung und Lernbegleitung. Nachmittags werden die Kinder nach einem festgelegten Wochenplan beschäftigt.
  • Wie sind die Kinder am KJHZ untergebracht?
    In unseren Wohngruppen leben die Kinder in Einzel- und Zweibettzimmern. Jede Gruppe hat einen großen Gruppenraum, der einer Wohnküche ähnelt. Das Zusammenleben gestaltet sich wie in einer Großfamilie.
  • Welche Hilfen können Kinder, Eltern und Familien bei uns noch erwarten?
    Wir organisieren Elterntage und Elternseminare, zu verschiedenen Themen wie z.B. wie spiele ich mit meinem Kind, wie lobe ich richtig oder welche Familienrituale fördern die Harmonie Außerdem begleiten wir die Familien bei Terminen und Klinikaufenthalten.
  • Wie verbringen die Kinder ihre Freizeit am KJHZ?
    Mehr als 70 Prozent unserer Kinder sind in örtlichen Vereinen integriert, z.B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Tischtennis, Badminton, Fitness Club oder dem ADFC. Ansonsten haben wir für jeden Wochentag eine andere Aktivität, welche die vier Bildungsbereiche Musik/Rhythmus, Sport/Bewegung, Kunst/Kreativität und Entdecken/Erforschen abdecken. Jeder Kollege im KJHZ soll seine persönlichen Neigungen in diese vier Bildungsbereiche einordnen und mit den Kindern entsprechende Aktivitäten durchführen – durch regelmäßige gemeinsame positive Erlebnisse entstehen tragfähige Beziehungen.
  • Gibt es Fernseher oder Spielekonsolen im KJHZ?
    Natürlich. Das gehört schließlich zu unserem Leben dazu. Fernsehen, Spiele mit der „Wii“ oder WLAN-Zugang gibt es, aber nur zu fest vereinbarten Zeiten.

Checklisten & Werkzeuge zum Downloaden - 

zur kostenfreien Nutzung, Vervielfältigung und Weitergabe

Ein Strukturschema

Das Schema visualisiert den strukturierten Ablauf einer Fallberatung.

Haben sie dazu Anmerkungen oder möchten Sie mehr erfahren, schreiben Sie uns!

Kollegial, strukturiert und praxisbewährt

Die kollegiale Fallberatung ist ein strukturierter Dialog zur Lösungsfindung. Es werden Ideen auf Kollegenebene unkompliziert in direkt umsetzbare Lösungen transformiert. Die kollegiale Fallberatung ist das Instrument, um kraftvoll eine „Lernende Organisation“ zu entwickeln. Möchten Sie mehr erfahren, schreiben Sie uns!

Situationsbezogene Herausforderungen lösen

Das Rollenspiel ist eine Coachingmethode mit einer hohen Situationsorientierung, Lebens- und Praxisnähe. Es hilft Menschen Konflikte, Herausforderungen in authentisch, nachempfindbaren Situation ganzheitlich und selbsttätig zu lösen. Durch den Spielcharakter wirkt sich die Möglichkeit des Misserfolgs nicht auf die Selbstwirksamkeit aus. Haben Sie Anmerkungen oder Vorschläge, schreiben Sie uns!

Handlungsplan bei Verdacht auf körperliche Misshandlung, sexuellen Missbrauch, bedrohliche Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen Kinderschutz liegt im Verantwortungsbereich aller Institutionen und Fachpersonen, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Unser Kinderschutzkonzept enthält dabei wichtige Informationen zur Risikobewertung sowie Beobachtung und Dokumentation. Handlungsempfehlungen, Gesprächsleitfäden und Hinweise zu einer interdisziplinären Kinderschutzgruppe sollen eine multiprofessionelle Herangehensweise sicherstellen.

Sicherheit schaffen - Zukunft machen

Auch uns als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe liegt das Thema Kinderschutz am Herzen. Aus diesem Grund haben wir die KiSchu-App entwickelt, welche seit dem 01.06.2021 kostenlos im App- und Play Store verfügbar ist.

KiSchu unterstützt dabei, eine mögliche Kindeswohlgefährdungen zu erkennen. Dazu werden, abhängig von der Altersgruppe des betroffenen Kindes, die richtigen Fragen gestellt und automatisiert ausgewertet. Neben einer Einschätzung zur Gefährdungsintensität, der Gefährdungsart sowie der Gefährdungsursache bietet KiSchu eine rechtssichere Schritt-für-Schritt-Handlungsempfehlung und gibt Sicherheit. Zusätzlich hilft die App dabei, Verdachtsfälle nachvollziehbar aufzuzeigen und die zuständigen Behörden standardisiert zu informieren. Die App entspricht allen datenschutzrechtlichen Bestimmungen und ist anonym nutzbar.

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